Mit dem Buch auf dem Sofa testen
Stellen Sie eine vorhandene Leuchte neben den Platz, an dem Sie wirklich lesen. Setzen Sie sich mit dem üblichen Buch oder Magazin hin und nehmen Sie Ihre normale Haltung ein. Wer sich in die Sofaecke lehnt, braucht eine andere Ausrichtung als jemand, der aufrecht an der Vorderkante sitzt. Das Licht soll die aufgeschlagene Seite erreichen, ohne dass Sie den Oberkörper danach ausrichten müssen.
Verschieben Sie die Leuchte zunächst seitlich. Eine Position etwas hinter der Schulter kann funktionieren, solange Kopf und Schulter keinen Schatten auf die Seite werfen. Bei einem verstellbaren Arm lässt sich der Lichtkegel verändern, während der Fuß stehen bleibt. Prüfen Sie dabei beide Buchseiten: Eine helle rechte Seite und eine dunkle linke Seite sind beim längeren Lesen störender, als es im leeren Raum auffällt.
Wenn der Leseplatz wechselt
Wird mal am linken und mal am rechten Sofaende gelesen, prüfen Sie beide Positionen, bevor Sie eine einzelne Leuchte mit großer Reichweite auswählen. Ein langer Arm kann zwar beide Seiten erreichen, braucht dafür aber Platz über dem Tisch oder hinter der Lehne. Seine Bewegung darf nicht mit einer anderen Person oder einem Regal kollidieren. Zwei kleinere, gut platzierte Leuchten können einfacher sein, wenn die Sitzplätze weit auseinanderliegen.
Bei einem tiefen Sofa verändert sich die Leseposition außerdem mit den Kissen. Prüfen Sie die Leuchte mit den Kissen, die tatsächlich als Rückenstütze benutzt werden. Eine Einstellung für das leere Sofa kann zu Hause enttäuschen, sobald der Körper weiter vorn sitzt. Bewahren Sie das Maß der funktionierenden Position als Orientierung auf, ohne daraus eine feste Regel für jede Sitzhaltung zu machen.
Den Schirm aus Sitzhöhe beurteilen
Schauen Sie kurz vom Buch auf. Ist das Leuchtmittel direkt sichtbar, kann ein anderer Winkel oder ein tiefer abschirmender Schirm helfen. Die Leuchte muss nicht maximal hell sein, wenn sie die Seite gezielt erreicht. Kontrollieren Sie auch den Platz der Person gegenüber. Was für den Leser abgeschirmt ist, kann von einem anderen Sitz aus blenden.
Glänzende Magazinseiten sind ein nützlicher Test. Wandert ein heller Reflex über den Text, verändern Sie zuerst die Richtung des Lichts. Einfach mehr Helligkeit einzuschalten beseitigt eine Spiegelung nicht. Lassen Sie außerdem etwas Raumlicht an, damit der übrige Raum nicht vollständig dunkel wird. Die Leselampe und die Hintergrundbeleuchtung erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Platz für den täglichen Griff
Der Schalter sollte vom Sitz aus erreichbar sein, ohne am Kabel zu ziehen. Prüfen Sie, ob die Leuchte mit einer Tasse, dem Beistelltisch oder einer ausklappenden Fußstütze kollidiert. Ein schwer wirkender Lampenfuß hilft wenig, wenn er im Laufweg steht oder beim Staubsaugen ständig verschoben werden muss.
Bei einer neuen Leuchte sind deshalb Reichweite des Arms, Standfläche und Art der Verstellung ebenso wichtig wie das Aussehen. Messen Sie die funktionierende Probeaufstellung aus. Vergleichen Sie danach ein konkretes Modell mit diesen Maßen und beachten Sie seine zulässigen Leuchtmittel. So kaufen Sie eine Leuchte für Ihren tatsächlichen Leseplatz, nicht für eine frei stehende Ausstellungssituation.



