Licht & Textilien

Eine Tischdecke richtig ausmessen

Tischform, Überhang und Stuhlbewegung bestimmen gemeinsam das passende Maß.

Esstisch wird neben einer gefalteten Tischdecke gemessen

Die benutzte Tischplatte messen

Messen Sie den Tisch in dem Zustand, in dem die Decke meistens gebraucht wird. Bei einem ausziehbaren Tisch können das zwei verschiedene Maße sein. Notieren Sie Länge und Breite oder bei einer runden Platte den Durchmesser. Berücksichtigen Sie dabei die tatsächliche Außenkante, nicht den Abstand zwischen den Tischbeinen.

Entscheiden Sie anschließend, wie viel Stoff über jede Seite fallen soll. Für eine rechteckige Decke addieren Sie den gewünschten Überhang zweimal zur Länge und zweimal zur Breite. Bei einem runden Tisch wird der doppelte Überhang zum Durchmesser addiert. Das ist eine Rechenhilfe für Ihre Entscheidung, keine Vorgabe für eine bestimmte Länge. Ein kurzer Überhang und ein weit fallender Stoff verhalten sich beim Sitzen unterschiedlich.

Ein Tisch mit Ansteckplatten

Bei einem Tisch, der nur zu bestimmten Anlässen verlängert wird, können zwei passende Decken einfacher sein als eine sehr große für jeden Tag. Legen Sie die größere Variante auf den kurzen Tisch und prüfen Sie den Überhang, bevor Sie sich für eine einzige Lösung entscheiden. Zu viel Stoff kann auf Stühlen liegen oder beim Aufstehen mitgezogen werden.

Ein Läufer kann beide Tischzustände verbinden, deckt jedoch die seitlichen Bereiche nicht wie eine vollständige Decke ab. Entscheiden Sie daher nach dem gewünschten Schutz und der Nutzung. Für den langen Zustand sollten auch Nähte oder Musterverläufe betrachtet werden: Die Tischmitte kann nach dem Ausziehen an einer anderen Stelle liegen als im Alltag.

Mit einem vorhandenen Tuch proben

Legen Sie ein großes Tuch auf den Tisch und stecken Sie den Rand auf die gewünschte Länge. Setzen Sie sich an alle Seiten. Prüfen Sie, ob der Stoff auf den Knien liegt, beim Aufstehen mitgezogen wird oder einen Stuhlgriff berührt. Besonders an engen Essplätzen ist diese Bewegung wichtiger als ein gleichmäßig aussehender Rand im leeren Raum.

Bei einem ovalen Tisch kann eine rechteckige Decke an den Ecken deutlich weiter herunterhängen. Zeichnen Sie die Tischform auf Papier oder vergleichen Sie eine passende Form vor Ort. Eine runde Decke auf einer eckigen Platte erzeugt ebenfalls unterschiedliche Überhänge. Das ist nicht automatisch falsch, sollte aber bewusst gewählt werden und keine Tür oder Schublade daneben behindern.

Waschen und Verstauen einplanen

Lesen Sie die Maß- und Pflegeangaben des Produkts genau. Ist das genannte Maß das fertige Maß, und welche Änderungen sind nach der empfohlenen Wäsche möglich? Eine zu kleine Decke lässt sich durch großzügiges Glattziehen nicht dauerhaft passend machen. Bei einem Stoff zum Selbernähen müssen Saum und gegebenenfalls die vorgesehene Vorbehandlung zusätzlich berücksichtigt werden.

Falten Sie die spätere Größe gedanklich nicht kleiner, als sie ist. Eine große Tischdecke braucht beim Trocknen und Bügeln mehr Platz als ein Läufer. Wenn der Tisch täglich für andere Tätigkeiten freigeräumt wird, kann eine kleinere textile Fläche besser zum Ablauf passen. Bewahren Sie die Maße des normalen und ausgezogenen Tisches zusammen auf; so wird eine Ersatzdecke später ohne erneutes Rätselraten ausgewählt.

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