Räume & Möbel

Eine Leseecke ohne eigenes Zimmer

Eine Leseecke entsteht durch einen brauchbaren Sitzplatz, Licht und eine kleine Ablage. Ein eigener Raum oder eine große Bücherwand ist dafür nicht erforderlich.

Roter Lesesessel neben einer Stehlampe und Büchern

Den Platz nach der Tätigkeit auswählen

Suchen Sie nicht nur nach einer freien Ecke. Setzen Sie sich an zwei oder drei mögliche Stellen und achten Sie darauf, was dort passiert. Läuft ständig jemand zwischen Sitzplatz und Fenster hindurch? Blendet eine helle Fläche im Blickfeld? Stört der Fernseher die Konzentration? Ein bisher ungenutzter Winkel ist nicht automatisch der beste Ort zum Lesen.

Überlegen Sie, wann Sie dort sitzen. Ein Platz mit angenehmem Tageslicht am Vormittag kann abends eine zusätzliche Leuchte benötigen. Wer hauptsächlich nach Feierabend liest, sollte den Versuch deshalb auch dann machen. Eine Leseecke muss zu den üblichen Zeiten funktionieren, nicht nur auf einem Foto bei geöffneten Vorhängen.

In einem geteilten Wohnzimmer hilft eine leichte Abwendung von der Hauptsitzgruppe. Der Sessel muss dafür nicht vollständig isoliert werden. Eine Blickrichtung auf Bücher oder eine ruhige Wand kann genügen. Stellen Sie den Platz nicht so auf, dass andere Personen das Gefühl bekommen, sie müssten sich zum Vorbeigehen entschuldigen.

Die Sitzhaltung länger ausprobieren

Ein tiefer Sessel kann gemütlich wirken, verlangt aber möglicherweise ein zusätzliches Kissen, damit der Rücken beim Lesen unterstützt wird. Prüfen Sie, ob die Unterarme eine Ablage finden und das Buch in einer angenehmen Position gehalten werden kann. Ein kurzes Probesitzen zeigt diese Fragen nur begrenzt. Bleiben Sie eine Weile in der Haltung, die Sie tatsächlich einnehmen würden.

Ein Fußhocker verändert den Platzbedarf deutlich. Markieren Sie auch den Bereich zwischen Hocker und Sessel sowie den Weg daneben. Wenn der Hocker nach jeder Nutzung weggetragen werden muss, sollte er leicht handhabbar sein und einen festen Lagerplatz haben. Manchmal ist ein passender Sessel ohne zusätzliches Möbel die weniger aufwendige Lösung.

Die Höhe einer Ablage wird vom Sitz aus beurteilt. Eine Tasse sollte erreichbar sein, ohne dass man über eine Armlehne hinweg balanciert. Für ein Buch und eine Brille reicht häufig eine kleine Platte. Eine große Sammlung aktueller Lektüre gehört dagegen besser auf ein benachbartes Regal, damit der unmittelbare Griffbereich frei bleibt.

Licht und Rückkehr zur Ordnung

Richten Sie eine geeignete Leuchte so aus, dass die Buchseite ausreichend beleuchtet wird und die Lichtquelle nicht unangenehm ins Auge fällt. Testen Sie beide Hände und verschiedene Buchformate. Ein glänzender Bildband reflektiert anders als ein mattes Taschenbuch. Die richtige Position ergibt sich deshalb aus einer Probe mit dem tatsächlichen Lesestoff.

Führen Sie das Kabel außerhalb des Laufwegs und lassen Sie Schalter gut erreichbar. Wird der Sessel gedreht oder verschoben, darf das Kabel nicht gespannt werden. Ein kleiner Korb kann eine Decke aufnehmen, sollte aber nicht den Platz für Füße oder das Aufstehen belegen.

Begrenzen Sie schließlich die Dinge, die dauerhaft dort liegen. Eine angefangene Lektüre und eine abgelegte Decke sind Teil der Nutzung; ungeöffnete Post oder Taschen machen die Ecke zu einer Abstellfläche. Wenn der Platz nach einer Minute wieder bereit ist, lässt er sich auch für eine kurze Lesepause verwenden.

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