Mit einer Nutzung beginnen
Überlegen Sie, was Sie draußen tatsächlich tun möchten: morgens einen Kaffee trinken, zu zweit essen oder gelegentlich lesen. Für diese Tätigkeiten werden unterschiedliche Ablagen und Sitzpositionen gebraucht. Beginnen Sie mit der häufigsten Nutzung, statt gleichzeitig einen Essbereich, eine Liegefläche und eine Pflanzenausstellung einzurichten. Der leere Boden ist dabei eine nutzbare Eigenschaft und keine Lücke, die gefüllt werden muss.
Testen Sie den Platz mit vorhandenen geeigneten Möbeln, sofern diese für den vorgesehenen Einsatz taugen. Prüfen Sie Türbewegung und Wege. Ein leichter Stuhl lässt sich zwar schnell hinaustragen, muss aber auf dem Balkon ebenso sicher stehen wie jedes andere Sitzmöbel. Nutzen Sie keine instabile Behelfskonstruktion, nur weil sie sich klein zusammenlegen lässt.
Das zusammengeklappte Maß zählt
Vergleichen Sie bei Klappmöbeln die Maße im offenen und geschlossenen Zustand. Ein flaches Möbel kann sehr hoch sein; ein kurzer Tisch kann zusammengeklappt weit in einen Schrank ragen. Messen Sie den geplanten Lagerplatz einschließlich Griffraum. Sie sollten das Möbel herausnehmen können, ohne zuerst mehrere andere Gegenstände umzuräumen.
Probieren Sie den Klappmechanismus aus und lesen Sie die Anleitung. Achten Sie auf vorgesehene Verriegelungen und auf Stellen, an denen Finger beim Zusammenlegen eingeklemmt werden könnten. Ein Möbel, das sich allein nur umständlich bedienen lässt, wird möglicherweise doch dauerhaft draußen bleiben. Planen Sie den Ablauf daher mit der Person, die es gewöhnlich aufstellt.
Bei zwei Klappstühlen kann es einen Unterschied machen, ob sie nebeneinander oder hintereinander lagern. Hintereinander braucht weniger Wandbreite, aber der vordere Stuhl muss bei jedem Zugriff bewegt werden. Werden meist beide benutzt, ist das möglicherweise unerheblich. Wird häufig nur ein Stuhl gebraucht, sollte dieser ohne zusätzliche Arbeit erreichbar sein. Dieselbe Überlegung gilt für ein Tablett und einen Klapptisch. Ordnen Sie den Lagerplatz nach Häufigkeit der Nutzung und prüfen Sie, ob die Möbel in ihrer geschlossenen Stellung von selbst sicher stehen oder eine ausdrücklich vorgesehene Halterung benötigen.
Eine kurze Routine entwickeln
Lagern Sie trockenes Zubehör gemeinsam: zum Beispiel ein Sitzkissen und ein kleines Tablett nahe dem Klappstuhl. Feuchte Auflagen müssen vorher passend trocknen und gehören nicht direkt in einen geschlossenen Schrank. Reinigen Sie die Füße der Möbel, wenn sie beim Hereintragen Schmutz auf empfindliche Böden bringen würden.
Lassen Sie auf dem Balkon notwendige Wege und Abläufe frei. Lose Gegenstände werden entsprechend ihrer vorgesehenen Nutzung und den Wetterbedingungen gesichert oder hereingeholt. Eine flexible Einrichtung ist keine dauerhafte Außenlagerung für beliebige Innenmöbel. Beachten Sie die Material- und Pflegehinweise auch bei kurzen Einsätzen.
Nach einigen Wochen lässt sich beurteilen, ob der Aufbau angenehm bleibt. Wenn der Tisch kaum genutzt wird, genügt vielleicht die kleinere Ablage; wenn das tägliche Tragen stört, braucht es einen besser erreichbaren Lagerort. So wächst die Einrichtung aus der tatsächlichen Nutzung, statt den Balkon von Anfang an mit selten benötigten Möbeln zu füllen.



